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Schutz und Hygiene vor dem Corona-Virus im Auto

Schutz und Hygiene vor dem Corona-Virus im Auto

Reinigungsmaßnahmen und Verhaltensregeln schützen Autofahrer und PKW-Mitnutzer

Auf engstem Raum steigt die Gefahr sich mit dem Corona-Virus (COVID-19) anzustecken. Dies gilt auch besonders für den Innenraum eines Autos. Nicht nur die Nähe der Insassen zueinander erhöht das Risiko für eine Kontakt- und Tröpfcheninfektion, sondern auch kontaminierte Oberflächen für alle Nutzer. Betroffen sind alle privaten PKW, Mietfahrzeuge sowie Fahrschulautos. Ebenso birgt die Klimaanlage eine Gefahrenquelle. Dabei können schon einfache Verhaltensregeln, Reinigungs- und Hygienemaßnahmen das Risiko einer Ansteckung für den Autofahrer und alle Mitnutzer des Fahrzeugs vermhindern helfen.

Was kaum jemand weiß: Im Durchschnitt tummeln sich 107 Keime auf einem Autolenkrad. Auf dem Sitz einer öffentlichen Toilette sind es gerade mal 12. Hinzu kommen die Keime auf allen Oberflächen und Teilen, wie Schaltknauf, Sitzen, Handbremshebel oder -schalter, Tür- und andere Griffe, Hebel, Regler, Mulden, dem Touchscreen von Navis und natürlich auch dem Zündschlüssel.  Ideale Voraussetzungen für die Verbreitung des neuartigen Corona-Virus Sars-Corv-2.  Die Ansteckungsgefahr besteht also für jeden Autofahrer und Mitnutzer eines Fahrzeugs sowie Beifahrer.

Bereits einfache Verhaltensregeln, Reinigungs – und Hygienemaßnahmen bieten vor der Ansteckung mit Corona Schutz, so der unabhängige Kfz-Gutachter Karl F. Maurer. 

Das Tragen von Schutzhandschuhen und Schutzmasken empfiehlt sich auch im Auto. Prinzipiell sollten keine gebrauchten Taschentücher als Keimorte im PKW herumliegen. Auch ältere Corona-Virenstämme bilden mehrere Tage, teils über eine Woche ein Ansteckungsrisiko auf allen Oberflächen, laut Studienauswertungen der Universitäten Bochum und Greifswald. Der Kfz-Gutachter Karl F. Maurer rät: Zum Schutz vor Corona sollten alle berührungsintensiven Oberflächen und Cockpitteile im Innenraum nach der Nutzung des Autos gereinigt werden, auch wenn dies einen höheren Zeitaufwand bedeutet. Für die Reinigung sind laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die üblichen Haushaltsreiniger und Seifenwasser ausreichend, so wie auch allgemein das gründliche Händewaschen mit Seife zum Schutz vor Corona empfohlen wird. 

Aggressive Mittel, die im Auto die Oberflächen angreifen könnten, sollten nicht benutzt werden. Bei der Reinigung von Lenkrad und Schaltknauf sollte auf Cockpitreiniger verzichtet werden, da diese die Oberflächen rutschig machen.  Antibakterielle Reinigungsmittel und Putztücher aus dem Supermarkt bieten keine Vorteile. Desinfektionsmittel entfernen keinen Schmutz und ersetzen keine Reinigung im Auto. Dennoch können zusätzlich einzelne Teile im Innenraum desinfiziert werden. Dies ist besonders bei Risikogruppen, wie Ältere oder Kranke, empfehlenswert oder auch wenn der Verdacht besteht, dass eine infizierte Person im Fahrzeug war. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts im Umgang mit Patienten lauten: „Zur Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkbereich gegen Viren wie ‘begrenzt viruzid‘ (wirksam gegen behüllte Viren) anzuwenden. 

Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie „begrenzt viruzid PLUS“ oder ‘viruzid‘ können ebenfalls verwendet werden.“ Nach der Reinigung aller Oberflächen und Cockpitteile sowie den äußeren Türgriffen sollte das Händewaschen nicht vergessen werden.

Klimaanlagen bilden eine weitere Gefahrenquelle für die Ansteckung mit dem Corona-Virus, so Karl F. Maurer. Gerade bei Umluft ist Vorsicht geboten, und bei einem hustenden Mitfahrer absolut tabu. Frischluft-Ansaugung durch die Klimaanlage hingegen ist in Ordnung. Bei Umluft wird laut Dr. Ernst Tabori, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene (BZH), bei rezirkulierender Luftführung durch die aufgewirbelte Luft das Risiko bei aerogen übertragenen Erregern, wie auch bei Corona-Viren, erhöht. Prinzipiell sollten Innenraumfilter von Klimaanlagen regelmäßig gewartet und einmal jährlich oder nach Vorgabe des Herstellers erneuert werden, da sich dort gerne Bakterien einnisten. Ein Indiz dafür ist muffige Luft. Ein Filter aus Aktivkohle und einem neuen System, das negativ geladene Ionen produziert, kann Viren, Pilze und Bakterien bis zu 95 Prozent abtöten.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit gerne an mein Büro oder an mich persönlich wenden.

Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen


Karl-F. Maurer
Dipl. -Ing.

  • Zuständige Kammer: IHK Wiesbaden
  • Zertifizierter Sachverständiger   (ZAK-Zert), ZAK GmbH
  • Anerkannter Sachverständiger durch BVSK
       – jeweils für Kfz-Schäden und –bewertung

… und in Fall eines Falles: 
Unfallkummer > Maurer-Nummer:  Gute Leute – gute  Gutachten!

 

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